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Koordinaten-Umrechner: UTM ↔ Gauß-Krüger ↔ WGS84

UTM (ETRS89), Gauß-Krüger (DHDN), österreichische MGI-Streifen und Schweizer LV95/LV03 in WGS84 umrechnen — und zurück. Einzelner Punkt oder ganze Tabelle aus Excel; Zonen werden, wo möglich, automatisch erkannt. Kostenlos, ohne Anmeldung.

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Unterstützte Koordinatensysteme

Der Umrechner deckt die in der DACH-Planungspraxis üblichen Lagebezugssysteme ab — vom aktuellen amtlichen Standard bis zu den historischen Systemen, in denen Bestandspläne und alte DXF-Dateien weiterhin vorliegen:

SystemEPSGTypische Werte (E / N)Erkennung
UTM 32N / 33N (ETRS89)25832 / 25833300 000–700 000 / 5,2–6,1 Mio.Zonenkennzahl 32/33 im Ostwert automatisch (EPSG:4647/5650)
Gauß-Krüger 2–5 (DHDN)31466–314692,4–5,6 Mio. / 5,2–6,1 Mio.Zone = erste Ziffer des Rechtswerts, automatisch
MGI Gauß-Krüger M28/M31/M34 (AT)31254–31256±115 000 (auch negativ!) / 140 000–450 000Streifen wählbar; voller Hochwert (≈5,3 Mio.) wird erkannt
LV95 / LV03 (CH)2056 / 217812,48–2,84 Mio. / 1,07–1,30 Mio. bzw. −2 Mio. / −1 Mio.Rahmen automatisch aus den Wertebereichen

Genauigkeit: UTM ↔ WGS84 rechnerisch < 1 cm (ETRS89 ≈ WGS84 im Rahmen von ~1 m). Bessel-Systeme über Helmert-Transformation: DHDN nach EPSG:1777 mit 3 m angegeben (gemessen vs BeTA2007: 0,15–1,4 m), MGI ca. 1,5 m (EPSG:1618), LV95 ~1 m, LV03 bis ~1,6 m. Katastergenauigkeit erfordert die amtlichen Gitter (BeTA2007, AT-Grid, CHENyx06/REFRAME). Das österreichische Bundesmeldenetz (EPSG:31257–31259) wird bewusst nicht unterstützt.

Häufige Fragen

Woher weiß das Werkzeug, in welcher UTM- oder GK-Zone meine Koordinaten liegen?

Bei Gauß-Krüger-Koordinaten (DHDN) steckt die Zone in der ersten Ziffer des Rechtswerts: 2 (CM 6°E), 3 (9°E), 4 (12°E) oder 5 (15°E) — ein Rechtswert von ca. 3 477 000 m bedeutet Zone 3. Bei UTM-Koordinaten erkennt das Werkzeug die führende Zonenkennzahl (32/33) im achtstelligen Ostwert, wie sie in ALKIS-Daten üblich ist (EPSG:4647/5650). Ein sechsstelliger Ostwert ohne Kennzahl ist mehrdeutig — dann wählen Sie die Zone selbst.

Welche Spalte ist der Rechtswert und welche der Hochwert?

In der deutschen Vermessungskonvention steht der Rechtswert (Ostwert) zuerst, dann der Hochwert (Nordwert) — für Deutschland liegt der Hochwert bei ca. 5,2–6,1 Mio. m. Viele CAD- und GIS-Exporte liefern jedoch die umgekehrte Reihenfolge (auch amtlich: EPSG:5653 ist die Variante Nord-Ost). Sind Ihre Spalten vertauscht, aktivieren Sie „Spalten vertauscht" — bei der Tabelleneingabe weist das Werkzeug darauf hin, wenn es das Muster erkennt.

Wie genau ist die Umrechnung?

UTM (ETRS89) ↔ WGS84 rechnet hier rein mathematisch (numerischer Fehler unter 1 cm); geodätisch gelten ETRS89 und WGS84 wegen der Plattendrift der WGS84-Realisierungen nur im Rahmen von etwa 1 m als identisch. Bei den historischen Bessel-Systemen kommt eine Datumstransformation dazu: Gauß-Krüger (DHDN) über die 7-Parameter-Helmert-Transformation EPSG:1777 (EPSG-Angabe 3 m; im Vergleich mit dem amtlichen Gitter BeTA2007 haben wir 0,15–1,4 m gemessen), österreichisches MGI über EPSG:1618 (ca. 1,5 m), Schweizer LV95 im Bereich von ~1 m, LV03 wegen Netzverzerrungen bis ca. 1,6 m. Katastergenauigkeit liefern nur die amtlichen Transformationen (BeTA2007, AT-Grid, swisstopo REFRAME) — für Planung und Orientierung reicht dieses Werkzeug.

Was ist der Unterschied zwischen Gauß-Krüger und UTM?

Beide sind transversale Mercator-Abbildungen, aber auf unterschiedlichen Ellipsoiden und mit unterschiedlichen Konventionen: Gauß-Krüger (DHDN, Bessel-Ellipsoid) nutzt 3°-Meridianstreifen mit Maßstab 1,0 und Zonenziffer im Rechtswert; UTM (ETRS89, GRS80) nutzt 6°-Zonen mit Maßstab 0,9996. Die deutschen Vermessungsverwaltungen haben um 2010 flächendeckend von GK auf ETRS89/UTM umgestellt — Bestandspläne und ältere DXF-Dateien liegen aber weiterhin massenhaft in Gauß-Krüger vor.

Welche Zone gilt in welchem Bundesland?

UTM: Zone 32N gilt amtlich in den meisten Ländern (u. a. NRW, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und ganz Bayern — auch östlich von 12°E); Zone 33N in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Österreich teilt sich entlang 11°50′ und 14°50′ östlicher Länge in die MGI-Meridianstreifen M28 (Vorarlberg, Nordtirol), M31 (Salzburg, Kärnten, Osttirol, Oberösterreich, Westteil der Steiermark) und M34 (Wien, Niederösterreich, Burgenland, Ostteil der Steiermark) — die Zone steckt dort nicht in den Zahlen, sie muss bekannt sein.

Wie unterscheiden sich LV95 und LV03?

LV95 ist der seit 2017 verbindliche Schweizer Bezugsrahmen: E ≈ 2,6 Mio. m, N ≈ 1,2 Mio. m (Fundamentalpunkt alte Sternwarte Bern = exakt 2 600 000 / 1 200 000). LV03 ist der Vorgänger mit E ≈ 600 000 / N ≈ 200 000. Mathematisch unterscheiden sich beide um genau 2 000 000 / 1 000 000 m; die amtliche Überführung berücksichtigt zusätzlich die Netzverzerrungen von LV03 (bis ~1,6 m) über das Gitter CHENyx06. Das Werkzeug erkennt den Rahmen automatisch an den Wertebereichen.

Rechnet das Werkzeug auch Höhen um (DHHN2016, Kronstadt, LN02/LHN95)?

Nein — umgerechnet werden ausschließlich Lagekoordinaten. Höhensysteme (DHHN2016 in Deutschland, der Adria-Bezug in Österreich, LN02/LHN95 in der Schweiz) sind eigene Bezugssysteme und erfordern Undulationsmodelle. Achtung außerdem bei Altdaten aus Ostdeutschland: Sie können im System 42/83 (Krassowski-Ellipsoid) vorliegen, das numerisch wie DHDN-Gauß-Krüger aussieht, aber ein anderes Datum hat.

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