Längsschnitt Kanalisation als DXF — Schritt für Schritt

Der Längsschnitt eines Kanals ist die Zeichnung, die im Verhältnis zu ihrem Umfang unverhältnismäßig viel Projektzeit kostet. Die Trasse sind zwei Tage Arbeit; der Schnitt selbst — Sohlhöhen, Gefälle, Stationierung, Abstürze, Beschriftung — kann einen weiteren halben Tag Frickelei in CAD und Excel verschlingen. Hier ein konkreter Weg: von Koordinaten zu einer abgabefertigen DXF, ohne Layer-Aufräumen nach dem Export.
Was Sie als Eingabe brauchen
Koordinaten der charakteristischen Punkte der Trasse — Schächte, Knicke, Kreuzungsstellen — genügen. Das Format ist flexibel:
- X, Y, Z (vorhandene Geländehöhe) — vollständige Variante,
- X, Y — wenn Höhen aus anderer Quelle kommen oder ein Standardwert genügt,
- beliebiges Trennzeichen (Komma, Semikolon, Tab, Leerzeichen) — automatisch erkannt,
- Einfügen aus der Zwischenablage direkt aus Excel oder einer CAD-Koordinatentabelle.
Jedes metrische Koordinatensystem funktioniert. Große Koordinatenwerte werden automatisch per Offset Richtung Null verschoben, damit die Zeichnung in CAD stabil bleibt — keine manuelle Umrechnung nötig.
Schritt 1 — Trasse importieren
Punkte einfügen oder laden. Der Hauptstrang entsteht aus aufeinanderfolgenden Punkten; Abzweige hängen als separate Pfade an einem Knoten. Stellen Sie hier den Netztyp auf „Freispiegelkanal" — Standardtiefen, -durchmesser und Material sind sofort sinnvoll, und der Schnitt wird gegen die Kanalsohle statt gegen die Achse berechnet.
Schritt 2 — Höhen, Gefälle, Tiefen
Hier passiert die eigentliche Planungsarbeit. Für einen Freispiegelkanal sind entscheidend:
- Sohlhöhe an jedem Schacht (aus dem Gefälle abgeleitet oder direkt eingegeben),
- Gefälle einer Haltung in ‰ oder % — automatisch aus den Höhen berechnet oder eingegeben, mit sofortiger Umrechnung der anderen Größe,
- Überdeckung — über die gesamte Trasse kontrolliert,
- Absturz im Schacht — wenn die Differenz zwischen Zu- und Ablaufsohle eine Stufe erfordert.
Mindest- und Höchstgefälle hängen von Durchmesser und geltender Norm ab — die Bemessungsregeln nach DIN EN 1610 und DWA finden Sie im Beitrag Mindestgefälle für Freispiegelkanäle.
Schritt 3 — Objekte und Kreuzungen
Sie platzieren Objekte auf Schnitt und Lageplan: Schächte, Bauwerke, Straßenkreuzungen, Schutzrohre, Konflikte mit anderen Leitungen. Kreuzungen mit Fremdleitungen werden automatisch markiert — im Lageplan und an der richtigen Stelle des Schnitts, mit Konflikthöhe.
Schritt 4 — Schnitttabelle
Unter der Zeichnung konfigurieren Sie die Tabellenzeilen so, wie es Ihre Praxis und der Prüfer verlangen: vorhandene und geplante Geländehöhe, Sohlhöhe, Tiefe, Gefälle und Längen, Durchmesser und Material, Stationierung, Winkel, Absturz. Sie schalten nur ein, was aufs Blatt gehört.
Schritt 5 — DXF-Export
Der wichtigste Moment — und der, in dem nach einer „fertigen" Zeichnung üblicherweise Zeit verloren geht. Der Export liefert:
- Doppelmaßstab — getrennt horizontal und vertikal (z. B. 1:500 / 1:100),
- saubere, benannte Layer mit Branchenpräfix (
P_KAN_TRASA,P_KAN_RZEDNE,P_KAN_OPISY), - editierbaren MText, keine explodierte Geometrie — Beschriftungen in CAD korrigieren, ohne sie neu zu erstellen,
- einen korrekten Offset, sodass die Zeichnung dort öffnet, wo sie soll.
Die AC1018+-Datei öffnet in AutoCAD, BricsCAD, ZWCAD oder GstarCAD. Es geht um eine DXF, die sofort abgabefähig ist, statt vor der Übergabe eine halbe Stunde Aufräumen zu brauchen.
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